Kündigung Dalehen

Ein Darlehen zu kündigen bedarf gründlicher Vorbereitung und Sichtung der bestehenden Vertragsunterlagen. Denn es ist bei einer Darlehenskündigung wichtig zu wissen welche Vertragsbestimmungen greifen könnten. Auch ist zu unterscheiden ob es ein Verbraucherdarlehen ist, um welche Produktart es sich handelt und ob ein variabler/ fester Zinssatz vereinbart wurde. Zudem ist zu klären ob es überhaupt Kündigungsrechte gibt.

Hier wird der Bezug auf einen Verbraucherkredit hergestellt welcher durch den Darlehensnehmer gekündigt werden soll. Wichtig: Es gilt immer die Rechtslage in Deutschland zum Zeitpunkt der Kündigung!
Wird ein Darlehen gekündigt gilt es zu beachten das die Kündigung nur gültig ist, wenn der geschuldete Betrag innerhalb von 14 Tagen bei der Kreditgebenden Bank eingegangen (zurückbezahlt) wurde. Ansonsten verliert die Kündigung ihre Gültigkeit.

Insofern ein fester Zinssatz im Darlehensvertrag hinterlegt ist, kann der Ratenkredit nach einer Frist von sechs Monaten in der Regel gekündigt werden. Die Frist beginnt nach Erhalt ALLER zu dem Darlehen gehörenden Unterlagen (Vertrag, Datenschutz, Verbraucherschutzerklärungen etc.).

Bei bestehenden Darlehen welche ab dem 11.06.2011 abgeschlossen wurden, gilt eine neue EU Richtlinie Kreditnehmer dürfen künftig zu jedem Zeitpunkt und ohne Einhaltung einer Frist vom Vertrag zurücktreten. Die Kreditgebenden Banken dürfen jedoch eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, insofern der Darlehensnehmer früher als vereinbart den Vertrag beendet. Die Entschädigungshöhe wird dabei konkret vom Gesetzgeber geregelt. Läuft der Kredit mehr als 12 Monate darf sie maximal 0,1% betragen, läuft das Darlehen weniger als 12 Monate liegt die Entschädigung bei nicht mehr als 0,5% des Restschuldbetrages.

Bei Krediten mit Zinsfestschreibung (zum Beispiel bei Baufinanzierungen) gelten erweiterte Regelungen.
Eine Kündigung ist möglich wenn die Zinsbindung endet, unter Einhaltung der Kündigungsfrist von einem Monat frühestens jedoch für den Ablauf des Tages, an welchem die Zinsbindung endet. Oder nach Ablauf von 10 Jahren nachdem die gesamte Kreditsumme ausbezahlt wurde mit einer Frist von sechs Monaten.

Bei diesen gesetzlichen Kündigungsmöglichkeiten entstehen keine Vorfälligkeitsentschädigungen.
Es gibt jedoch weitere Regelungen, das Darlehen ohne Entschädigung zu kündigen wenn die Bank eine Erweiterung des Kredites ablehnt und dadurch eine wirtschaftliche Nutzung verhindert wird oder beim Verkauf einer Immobilie. Grundsätzlich gilt: Ist eine für den Darlehensnehmer günstigere Regelung vertraglich vereinbart, dann greift immer die vereinbarte Regelung.

Ein sehr wichtiges Thema ist die Kündigung durch die Bank. Wird ein Darlehen von der Bank gekündigt und dabei die Kündigungsfrist eingehalten, ist dies für den Darlehensnehmer nicht dramatisch da dies keine Eintragung in der SCHUFA zur Folge hat. Es gelten zudem gesonderte, längere Fristen dem Kreditnehmer die Möglichkeit zu geben sich um einen neuen Darlehensgeber zu bemühen (in der Regel ca. sechs Wochen).

Wird jedoch das Darlehen aufgrund Fehlverhalten gekündigt, zum Beispiel Ratenausfall, kann dies höchst unangenehme Folgen haben und zu negativen Eintragungen in der SCHUFA führen. In Bezug auf die SCHUFA gibt es jedoch noch weitergehende Informationen, da insbesondere viele Eintragungen nicht im Vertrag vereinbart sind. In der Regel wird die SCHUFA Klausel unterschrieben, welche aber lediglich die Übermittlung von Daten zur Beantragung und Genehmigung betrifft. Daher sollte die eigene SCHUFA durchaus ab und zu selbst geprüft werden.

Bei jeder Kreditkündigung gilt: Erst informieren, dann handeln.

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